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Bremsen

Der Bremsprozess an sich, unabhängig ob Felgen-, Trommel- oder Scheibenbremse lebt von der Reibung, welche zwischen den Bremsbelägen und dem Bremsmedium (Felge, Scheibe oder Trommel) aufgebaut wird. Durch diese Reibung entsteht Wärme in nicht unerheblichem Umfang, welche schnellstmöglich abgeführt werden muss um die Funktion der Bremse zu gewährleisten. 

Bremsmedium - Mineralöl oder Bremsflüssigkeit?
Wir werden von unseren Kunden oft gefragt, welches Flüssigkeitsmedium bei hydraulischen Scheibenbremsen das Beste ist.
Wie so oft, gibt es auch hier nicht die eierlegende Wollmilchsau die in allen Disziplinen unschlagbar ist, weshalb wir nachfolgend etwas Licht ins Dunkel bringen wollen und Ihnen die Eigenschaften der einzelnen Flüssigkeiten vorstellen.

 

Mineralöl:
Mineralöl hat den Vorteil, dass es nicht hygroskopisch ist, das bedeutet: es zieht kein Wasser und muss deshalb nicht, in aller Regel jährlich, ausgetauscht werden.
Auch ist es umweltverträglicher als Bremsflüssigkeit und greift Lacke und Pulverbeschichtungen nicht an, darüber hinaus ist es im Werkstattumgang (beim Entlüften, Befüllen, u.ä.) einfacher zu handeln.
Keine Vorteile ohne Nachteile. Diese bestehen darin, dass es temperaturempfindlicher reagiert als Bremsflüssigkeit, was bedeutet, das eine Gasbildung
bei zunehmender Hitze früher Eintritt (Siedepunkt). Dies bedeutet in der Praxis: es bilden sich kleine Bläschen, die den Druckpunkt weicher werden- bzw. "wandern" lassen, was die Bremsleistung beeinträchtigen kann. Dieser Effekt tritt allerdings erst bei sehr hohen Temperaturen ein.       

Bremsflüssigkeit (i.d.R. Dot 4, Dot 5.1):    
Bremsflüssigkeit hat den Vorteil im Vergleich zum Mineralöl, dass einen höheren Siedepunkt besitzt und die bereits oben erwähnte Bläschenbildung erst später eintritt, was bedeutet, dass es Temperaturresistenter- und druckfester ist als Mineralöl. Leider greift es Lacke oder Pulverbeschichtungen an und lässt diese "stumpf" aussehen, sobald Kontakt stattfindet, darüber hinaus ist es gesundheitsschädlicher (einatmen) als Mineralöl. Einmal im Jahr sollte man die Bremsflüssigkeit austauschen (aufgrund der Tatsache dass es Wasser "zieht") was eine Scheibenbremse mit Bremsflüssigkeit grundsätzlich im Unterhalt etwas teurer macht.

Felgenbremsen:

Vorteile mechanisch:    leicht, gute Bremskraft, kostengünstige Anschaffung, günstiger Unterhalt
Nachteile mechanisch:  bremsen auf einem tragenden Bauteil (Felge), oftmals fummeliger Belagwechsel,
                                regelmäßiger Zugtausch und Hüllenpflege (ölen) sind Voraussetzung für ordentliche Funktion

Vorteile hydraulisch:     hohe Bremskraft - auch bei Nässe, wartungsarm, einfacher Belagwechsel
Nachteile hydraulisch:   bremsen auf einem tragenden Bauteil (Felge), höhere Anschaffungskosten

Scheibenbremsen:

Vorteile mechanisch:    Bremsen auf einem nicht- tragenden Bauteil, günstig in der Anschaffung, relativ günstig im Unterhalt
Nachteile mechanisch:  regelmäßiger Zugtausch und Hüllenpflege (ölen) sind Voraussetzung für ordentliche Funktion

Vorteile Mineralöl:        Bremsen auf einem nicht- tragenden Bauteil, hohe Bremskraft, wartungsarm durch geschlossenes System, kein zyklischer Mediumtausch
Nachteile Mineralöl:      weniger temperaturbeständig als Dot, weniger druckbeständig als Dot

Vorteile Dot:               Bremsen auf einem nicht- tragenden Bauteil, hohe Bremskraft, temperaturbeständig, druckbeständig, wartungsarm durch geschlossenes System
Nachteile Dot:             zyklischer Flüssigkeitswechsel, höhere Unterhaltskosten, Umweltverträglichkeit

Carbonfelgen

Wie im Artikel "Bremsen" Eingangs beschrieben, ist der Hauptfaktor für eine rasche Verzögerung der Geschwindigkeit, die entstehende Reibung zwischen Bremsbelag und dem Felgenring. Wir betrachten bei Carbonfelgen ausschließlich die Gattung Felgenbremsen, da es bis zum jetztigen Zeitpunkt noch keine Carbon - Bremsscheiben am Fahrrad gibt. Der Vorteil von Carbonfelgen am Fahrrad liegt im unschlagbar niedrigen Gewicht und der Tatsache dass auch aerodynamisch günstige hohe Felgen (vor allem an Renn- und Triathlonrädern) mit geringem Gewicht einher gehen und somit hocheffiziente Fahrwerke möglich sind.

Laufräder

Laufräder sind die mit am stärksten beanspruchten Teile eines Fahrrades, sie drehen sich fortwährend um die Tretbewegungen des Fahrers in Vortrieb umzusetzen, sie müssen Schlägen standhalten und die Lagerung dauerhaft dem Eindringen von Staub, Wasser und Streusalz widerstehen. Zusätzlich sollen sie leicht rollen und möglichst ein Leben lang halten.
Ein kleines Beispiel:Ein 26" Rad (= Mountainbike-Größe) dreht sich auf einer Strecke von nur 20 Kilometern über 11.000 mal! um die eigene Achse.

Neben den Felgen und Speichen, schenken wir den Naben entsprechend Große Aufmerksamkeit, da sich diese auch nach Jahren der Nutzung und mehreren hundertausend Umdrehungen noch weich und spielfrei drehen lassen sollten. Hierbei achten wir auf eine sorgfältige Ausführung der Dichtungen welche Feuchtigkeit, Staub und Schmutz dauerhaft von den Kugellagern fern halten müssen.
Grundsätzlich werden die zum Boden gerichteten Speichen gestaucht (durch das Eigengewicht) und die Gegenüber liegenden gleichzeitig gestreckt. Durch die Rotation des Rades kommt nun noch eine Dynamik hinzu welche zu permanenten Wechselbelastungen an der Nabe, der Speiche und zu guter letzt - auch der Felge führt. Hierbei halten schlecht auszentrierte Räder – im Detail heißt das: zu wenig und zu ungleichmäßige Speichenspannung – dieser Belastung auf Dauer nicht stand und die Speichen geben zumeist im Bereich des Speichenbogens, an der Verbindung zur Nabe, nach. Gute Laufräder werden während des Einspeich- und Zentrierprozesses mehrfach abgedrückt. Dies bedeutet, dass ein Krafteinfluss simuliert wird um die Speichen zu „setzen“. Erst wenn das Laufrad „steht“ und gleichzeitig die korrekte Speichenspannung erreicht wurde, ist es fit für viele sorglose Kilometer.

Unsere Laufräder werden alle mehrfach abgedrückt und nachzentriert. Wir verwenden ausschließlich Qualitätsspeichen von Sapim (Belgien) und DT Swiss (Schweiz), Naben aller bedeutenden Qualitätshersteller wie Shimano, SRAM, Campagnolo, tune, DT Swiss, Hope, Chris King, u.v.m., sowie Felgen von Mavic, Ryde, DT Swiss, NoTubes, Spank, und weitere mehr.

Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot über einen, für Ihren Einsatzzweck optimierten, Laufradsatz.

Rahmenmaterialien

Fahrradrahmen können aus den verschiedensten Materialien hergestellt werden, welche unterschiedliche
Vor- und natürlich auch Nachteile haben.
Auf die wichtigsten wollen wir hier im Einzelnen eingehen, wobei wir uns zum Teil an den ausführlichen
Beschreibungen von Wikipedia bedient haben. Das Ganze in ausführlicher Form finden Sie hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradrahmen

 

Aluminiumrahmen sind nicht prinzipiell leichter als solche aus Stahl, auch wenn das in der Werbung gerne suggeriert wird.
Die Dichte von Aluminium ist zwar deutlich geringer als die von Stahl, die Rahmen müssen aber stärker dimensioniert werden,
um annähernd gleiche Festigkeiten aufzuweisen. So sind heutige Stahlrahmen oft leichter als vergleichbare Aluminiumrahmen,
da der Billigbereich fast ausschließlich durch Massenprodukte aus Aluminium abgedeckt wird und Stahlrahmen fast nur noch im  
höherwertigen Bereich anzutreffen sind.

    

  Geschweisster Steuerkopf (Liteville)

Vorteile:

  • ausreichend vorhandener Werkstoff
  • durch Großserienproduktion in Asien billig

Nachteile:

  • Korrosionsschutz notwendig
  • bedeutend schwieriger zu verarbeiten als Stahl
  • ermüdungsbruchgefährdet
  • gefährliches Bruchverhalten (keine Vorwarnung)
  • nicht alterungsbeständig

 

STAHL

Von den vielen verschiedenen Stahllegierungen werden im Rahmenbau üblicherweise Chrom-Molybdän-Legierungen, wie 25CrMo4 (in den USA 4130)
und ganz selten 34CrMo4 (US 4135), das eine geringfügig höhere Festigkeit besitzt, verwendet. Ebenfalls selten anzutreffen sind rostfreie Stähle.
CrMo-Stahl ist ein zäher Vergütungsstahl, also ein Stahl, bei dem ein plötzlicher Bruch selten vorkommt.
Stahl ist leicht zu verarbeiten. Er lässt sich problemlos löten und schweißen, selbst Kleben ist möglich.
Durch die langjährigen Erfahrungen mit dem Werkstoff können auch exotische Rohrformen wie konifizierte, spiralig verstärkte und andere hergestellt werden.

  Gelöteter und gemuffter Gabelkopf (Eddy Merckx Corsa Extra SLX)

Vorteile:

  • hohe Festigkeit
  • hoher Elastizitätsmodul (geht linear in die Steifigkeit ein)
  • sehr zäh
  • leicht zu verarbeiten
  • ausreichende Langzeiterfahrung vorhanden
  • ausreichend vorhandener und billiger Werkstoff

Nachteile:

  • Korrosionsschutz notwendig

 

Titan

Manche Titanlegierungen sind hochfest, einige liegen sogar knapp über den im Rahmenbau verwendeten Stählen.
Infolge der fast nur halb so großen Dichte im Vergleich zu Stahl hat Titan das günstigere Steifigkeit-Gewicht-Verhältnis.
Das Konifizieren von Titanrohren ist zwar möglich, aber aufwändig und für Fahrräder nicht üblich. Das Endverstärken von
Rohren wird aus Kostengründen sehr oft unterlassen. Ein großer Nachteil ist die schlechte Schweißbarkeit von Titan,
da es ähnlich wie Aluminium eine Oxidschicht bildet. Dadurch steigt die Härte und Sprödheit in der Schweißnaht, was die Gefahr
eines Dauerbruchs mit sich bringt. Somit muss der Rahmen in Edelgas- oder Vakuumkabinen geschweißt werden, was außerordentlich kostenintensiv ist.

 

  Titan - Ausfallende geschweisst (Van Nicholas Aquilo)

Vorteile:

  • sehr fest
  • korrosionsbeständig

Nachteile:

  • teuer
  • schwierig zu verarbeiten
  • Geringerer Elastizitätsmodul muss durch Konstruktion ausgeglichen werden.